Nach einer ausgeglichenen Startphase diktierten die Könizer Katzen weite Teile der ersten Halbzeit. Fabi Inauen sorgte mit ihrem dritten Treffer zwar nochmals für eine 6:5-Führung (13.’); danach schlichen sich aber einige Fehler ins TVU-Spiel ein. Zehn schwache Minuten brachten den Gästen aus Bern ein scheinbar komfortables 5-Tore-Polster. Der TVU wirkte angezählt. Doch der Underdog hielt dagegen und schaffte über Leila Gloor und die auffällige Sunny Nenninger wieder den Anschluss (14:15).
Der Tenor vor Wiederanpfiff: mässig gespielt & trotzdem noch drin in der Partie. Das stimmte positiv. Positiv sollte sich dann auch der zweite Umgang entwickeln. 10 Minuten wog das Spiel hin und her. Offensiv bewiesen die Untersträsslerinnen ihre Geduld, defensiv wurde Schlussfrau Seraina Gujan zur absoluten Schlüsselspielerin. Die 20-Jährige kaufte dem höherklassigen Gegenüber den Schneid ab und beflügelte ihre Vorderleute. Diese blieben im Abschluss kaltblütig und setzten über die frech aufspielenden Schnider, Nenninger und die Achse Leu/Gloor zu 15 fast einwandfreien Minuten an. Bis zur 54. Minute zog der TVU auf 29:22 davon und brachte die Partie problemlos über die Zeit.
Der TVU steht damit wie im Vorjahr im Cup-Achtelfinal. Wiederum als 2. Ligist. Ein Achtungserfolg. Der dortige Gegner steht erst Ende Oktober fest. In der Meisterschaft geht’s in knapp zwei Wochen weiter beim F2-Spitzenteam Oberwil/Binningen. (ch)